Bauschaden-Atlas Tirschenreuth

Welche Bauschäden auftreten, hängt in Tirschenreuth stark vom Stadtteil ab. Der Grund ist die Bauepoche. Ein Gründerzeit-Altbau versagt an anderen Stellen als eine Siedlung der 1970er Jahre oder ein Neubaugebiet der 1990er. Dieser Atlas fasst zusammen, welche Bausubstanz in welchem Stadtteil von Tirschenreuth dominiert und welche Schäden dort typischerweise auftreten.

Die Angaben dürfen mit Quellenangabe zitiert werden. Stand: Juli 2026.

Bauepochen und Schäden in Tirschenreuth im Überblick

StadtteilBauepocheBausubstanzHäufigster Schaden
AltstadtWiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1814, einzelne ältere Bauten des 16. bis 18. JahrhundertsDer Kern liegt zwischen oberem und unterem Stadtteich. Beim Großbrand von 1814 brannte die Stadt binnen weniger Stunden fast vollständig nieder, nur der Pfarrhof und drei Häuser blieben stehen. Der heutige Bestand am Marktplatz stammt deshalb überwiegend aus dem Wiederaufbau des 19. Jahrhunderts, verputzte Massivbauten mit Granit-Bruchsteinsockeln und Gewölbekellern. Ältere Zeugen sind das Rathaus von 1582, der Klettnersturm und Reste der Stadtmauer.Aufsteigende Feuchte und Salzausblühungen in den Granit- und Bruchsteinsockeln, weil die Bauten des 19. Jahrhunderts ohne wirksame Horizontalsperre errichtet wurden
WondrebDörflicher Bestand des 18. und 19. Jahrhunderts, Wohnbebauung der NachkriegszeitGrößerer Ortsteil im Tal des gleichnamigen Flusses. Der Kern besteht aus Hofstellen und Wohnstallhäusern in verputztem Granit-Bruchstein, dazu Scheunen und Stadel mit hölzernen Tragwerken. Am Ortsrand liegen Ein- und Zweifamilienhäuser der Nachkriegsjahrzehnte.Durchnässte Keller und Bodenplatten in der Talaue der Wondreb, wo der Grundwasserstand hoch steht und Hochwasser bis an die Bebauung reicht
GroßklenauLändliche Bausubstanz des 18. und 19. Jahrhunderts, jüngere WohnhäuserDorf südöstlich der Kernstadt inmitten der Teichlandschaft. Landwirtschaftlich geprägt, bestimmend sind ehemalige Hofstellen aus Granit-Bruchstein und Wirtschaftsgebäude in Holzbauweise. Dazwischen und am Rand stehen einzelne Wohnhäuser jüngeren Datums.Dauerhaft feuchte Kellerwände und Sockel, weil die Teiche und Gräben ringsum den Grundwasserstand hoch halten
MatzersreuthDorfkern des 19. Jahrhunderts, Wohnbau der 1960er bis 1990er JahreOrtsteil nordöstlich der Kernstadt auf dem Granitplateau. Kleiner gewachsener Kern mit verputzten Bruchsteinhäusern und ehemaligen Hofstellen, daran anschließend Ein- und Doppelhäuser der Nachkriegsjahrzehnte in Massivbauweise.Fehlende Horizontalsperre in den Granit-Bruchsteinsockeln des Ortskerns mit Salzschäden am Innenputz
RothenbürgLändliche Bausubstanz des 18. und 19. JahrhundertsKleiner Ortsteil südwestlich der Kernstadt am Rothenbürger Weiher, einem rund 180 Hektar großen Gewässer im Naturschutzgebiet Waldnaabtal. Bestimmend sind landwirtschaftliche Anwesen aus Granit-Bruchstein mit hölzernen Wirtschaftsgebäuden, dazu wenige jüngere Wohnhäuser.Dauerhaft drückendes Wasser an Kellerwänden und Bodenplatten in unmittelbarer Nähe des Weihers und der Waldnaabaue
Lengenfeld bei TirschenreuthDorfkern des 18. und 19. Jahrhunderts, einzelne Neubauten der jüngeren ZeitDorf südlich der Kernstadt in der Teichlandschaft der Stiftländer Teichpfanne. Der Kern ist landwirtschaftlich geprägt und besteht aus Hofstellen mit Wohnstallhäusern, Stadeln und Scheunen. Wände aus Granit-Bruchstein, verputzt, mit hölzernen Dachtragwerken.Feuchte Keller und durchnässte Sockel, weil das Dorf zwischen Teichen und Gräben auf hoch anstehendem Grundwasser liegt

Die Stadtteile im Einzelnen

Welche Bauschäden sind in Altstadt typisch?

In Altstadt dominiert Der Kern liegt zwischen oberem und unterem Stadtteich. Beim Großbrand von 1814 brannte die Stadt binnen weniger Stunden fast vollständig nieder, nur der Pfarrhof und drei Häuser blieben stehen. Der heutige Bestand am Marktplatz stammt deshalb überwiegend aus dem Wiederaufbau des 19. Jahrhunderts, verputzte Massivbauten mit Granit-Bruchsteinsockeln und Gewölbekellern. Ältere Zeugen sind das Rathaus von 1582, der Klettnersturm und Reste der Stadtmauer. aus der Zeit Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1814, einzelne ältere Bauten des 16. bis 18. Jahrhunderts. Der häufigste Schaden ist aufsteigende Feuchte und Salzausblühungen in den Granit- und Bruchsteinsockeln, weil die Bauten des 19. Jahrhunderts ohne wirksame Horizontalsperre errichtet wurden. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Aufsteigende Feuchte und Salzausblühungen in den Granit- und Bruchsteinsockeln, weil die Bauten des 19. Jahrhunderts ohne wirksame Horizontalsperre errichtet wurden
  • Feuchte und muffige Gewölbekeller in unmittelbarer Nähe der Stadtteiche, wo der Grundwasserstand dauerhaft hoch steht
  • Frostabplatzungen und ausgewaschene Fugen an Granitsockeln, Treppen und Einfriedungsmauern in der rauen Lage auf über 500 Metern Höhe
  • Tauwasser und Schimmel hinter nachträglicher Innendämmung, weil die Fassaden des denkmalgeschützten Ensembles außen nicht gedämmt werden dürfen

Postleitzahl 95643.

Welche Bauschäden sind in Wondreb typisch?

In Wondreb dominiert Größerer Ortsteil im Tal des gleichnamigen Flusses. Der Kern besteht aus Hofstellen und Wohnstallhäusern in verputztem Granit-Bruchstein, dazu Scheunen und Stadel mit hölzernen Tragwerken. Am Ortsrand liegen Ein- und Zweifamilienhäuser der Nachkriegsjahrzehnte. aus der Zeit Dörflicher Bestand des 18. und 19. Jahrhunderts, Wohnbebauung der Nachkriegszeit. Der häufigste Schaden ist durchnässte Keller und Bodenplatten in der Talaue der Wondreb, wo der Grundwasserstand hoch steht und Hochwasser bis an die Bebauung reicht. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Durchnässte Keller und Bodenplatten in der Talaue der Wondreb, wo der Grundwasserstand hoch steht und Hochwasser bis an die Bebauung reicht
  • Schwellen- und Balkenfäule an den Holzkonstruktionen der Stadel und Scheunen im dauerhaft feuchten Umfeld
  • Salzbelastete, durchfeuchtete Wände in ehemaligen Stallteilen, die zu Wohnraum umgebaut werden
  • Frostschäden an Bruchsteinsockeln und Stützmauern, weil dichte Zementputze die Feuchte im Mauerwerk halten

Postleitzahl 95643.

Welche Bauschäden sind in Großklenau typisch?

In Großklenau dominiert Dorf südöstlich der Kernstadt inmitten der Teichlandschaft. Landwirtschaftlich geprägt, bestimmend sind ehemalige Hofstellen aus Granit-Bruchstein und Wirtschaftsgebäude in Holzbauweise. Dazwischen und am Rand stehen einzelne Wohnhäuser jüngeren Datums. aus der Zeit Ländliche Bausubstanz des 18. und 19. Jahrhunderts, jüngere Wohnhäuser. Der häufigste Schaden ist dauerhaft feuchte Kellerwände und Sockel, weil die Teiche und Gräben ringsum den Grundwasserstand hoch halten. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Dauerhaft feuchte Kellerwände und Sockel, weil die Teiche und Gräben ringsum den Grundwasserstand hoch halten
  • Holzschädlingsbefall durch Hausbock und Nagekäfer in den ungeheizten Dachstühlen der Wirtschaftsgebäude
  • Fäulnis an Sparrenfüßen und Traufbereichen der wenig unterhaltenen Scheunen und Stadel
  • Setzungsrisse an Anbauten, die auf weichem, wassergesättigtem Untergrund unterschiedlich tief gegründet sind

Postleitzahl 95643.

Welche Bauschäden sind in Matzersreuth typisch?

In Matzersreuth dominiert Ortsteil nordöstlich der Kernstadt auf dem Granitplateau. Kleiner gewachsener Kern mit verputzten Bruchsteinhäusern und ehemaligen Hofstellen, daran anschließend Ein- und Doppelhäuser der Nachkriegsjahrzehnte in Massivbauweise. aus der Zeit Dorfkern des 19. Jahrhunderts, Wohnbau der 1960er bis 1990er Jahre. Der häufigste Schaden ist fehlende Horizontalsperre in den Granit-Bruchsteinsockeln des Ortskerns mit Salzschäden am Innenputz. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Fehlende Horizontalsperre in den Granit-Bruchsteinsockeln des Ortskerns mit Salzschäden am Innenputz
  • Versprödete Bitumenanstriche als einzige Kellerabdichtung bei den Häusern aus den 1960er und 1970er Jahren
  • Wärmebrücken an Betonstürzen, Rollladenkästen und Deckenrändern der Siedlungshäuser mit Schimmel an den Fensterlaibungen
  • Schlagregen- und Frostbelastung der Westfassaden in der exponierten Höhenlage, in der Folge Risse und Hohlstellen im Putz

Postleitzahl 95643.

Welche Bauschäden sind in Rothenbürg typisch?

In Rothenbürg dominiert Kleiner Ortsteil südwestlich der Kernstadt am Rothenbürger Weiher, einem rund 180 Hektar großen Gewässer im Naturschutzgebiet Waldnaabtal. Bestimmend sind landwirtschaftliche Anwesen aus Granit-Bruchstein mit hölzernen Wirtschaftsgebäuden, dazu wenige jüngere Wohnhäuser. aus der Zeit Ländliche Bausubstanz des 18. und 19. Jahrhunderts. Der häufigste Schaden ist dauerhaft drückendes Wasser an Kellerwänden und Bodenplatten in unmittelbarer Nähe des Weihers und der Waldnaabaue. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Dauerhaft drückendes Wasser an Kellerwänden und Bodenplatten in unmittelbarer Nähe des Weihers und der Waldnaabaue
  • Fäulnis an Schwellen, Ständern und Sparrenfüßen der Holzbauteile im ständig feuchten Umfeld
  • Aufsteigende Feuchte und Ausblühungen im Bruchsteinmauerwerk der Anwesen ohne funktionierende Abdichtung
  • Schimmel und modriger Geruch in Erdgeschossräumen mit hoher Bodenfeuchte und unzureichender Lüftung

Postleitzahl 95643.

Welche Bauschäden sind in Lengenfeld bei Tirschenreuth typisch?

In Lengenfeld bei Tirschenreuth dominiert Dorf südlich der Kernstadt in der Teichlandschaft der Stiftländer Teichpfanne. Der Kern ist landwirtschaftlich geprägt und besteht aus Hofstellen mit Wohnstallhäusern, Stadeln und Scheunen. Wände aus Granit-Bruchstein, verputzt, mit hölzernen Dachtragwerken. aus der Zeit Dorfkern des 18. und 19. Jahrhunderts, einzelne Neubauten der jüngeren Zeit. Der häufigste Schaden ist feuchte Keller und durchnässte Sockel, weil das Dorf zwischen Teichen und Gräben auf hoch anstehendem Grundwasser liegt. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Feuchte Keller und durchnässte Sockel, weil das Dorf zwischen Teichen und Gräben auf hoch anstehendem Grundwasser liegt
  • Schwellenfäule und Pilzbefall an den Holzkonstruktionen der Stadel, die weder beheizt noch belüftet sind
  • Durchfeuchtete Wände in ehemaligen Stallbereichen mit Erdanschluss, verschärft durch Salzeintrag aus der früheren Nutzung
  • Wasser in Kellern und Nebengebäuden nach Starkregen, weil die Entwässerung der Hofflächen auf den bindigen Böden versagt

Postleitzahl 95643.

Was die Bausubstanz von Tirschenreuth prägt

  • Der Großbrand von 1814 hat die Altstadt bis auf wenige Gebäude vernichtet. Die Bausubstanz am Marktplatz stammt deshalb ganz überwiegend aus dem Wiederaufbau des 19. Jahrhunderts und wurde ohne Horizontalsperre errichtet.
  • Granit ist Baugrund und Baustoff zugleich. Bruchstein aus dem regionalen Granitplateau prägt Sockel, Keller und Mauerwerk, reagiert aber empfindlich auf Frost, Salz und dichte Zementputze.
  • Wasser ist das bestimmende Thema: obere und untere Stadtteiche, die Waldnaabaue mit regelmäßigen Frühjahrsüberschwemmungen und hunderte Fischteiche der Stiftländer Teichpfanne halten den Grundwasserstand im gesamten Stadtgebiet hoch.
  • Die Höhenlage von rund 500 Metern bringt eine lange Frostperiode und hohe Schlagregenbelastung mit sich. Frost-Tau-Wechsel an durchfeuchteten Sockeln sind die häufigste Ursache für Abplatzungen.
  • In den Ortsteilen steht ein großer Bestand an Stadeln, Scheunen und Stallgebäuden, der zunehmend zu Wohnraum umgenutzt wird. Feuchte- und Holzschutz sind dabei die kritischen Punkte.

Warum die Bauepoche über die Schäden entscheidet

Jede Bauepoche hat ihre Schwachstellen, und sie wiederholen sich. Fachwerk versagt an der Schwelle, Sandstein sandet ab, Gründerzeitbauten leiden an Holzbalkenköpfen und aufsteigender Feuchte, Nachkriegsbauten an Wärmebrücken und Flachdächern, Neubauten an Restfeuchte und zu dichter Gebäudehülle. Wer weiß, in welcher Epoche ein Haus gebaut wurde, weiß, wo er zuerst hinschauen muss.

Was eine Begutachtung kostet, steht im Ratgeber: Was kostet ein Bausachverständiger? Der Stundensatz liegt zwischen 90 und 180 Euro, die Gesamtkosten beginnen bei 750 Euro und richten sich nach Objekt und Umfang.

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